Ausrüstung für die Donaureise

Die goldene Regel: so wenig wie möglich, so viel wie nötig... 

Fahrräder

Für die Donaureise haben wir beide unsere Hardtail-Mountainbikes mit Federgabeln zu Tourenrädern umgebaut: Gepäckträger montiert, schmale Reifen aufgezogen und den Sportsattel gegen einen bequemen, gepolsterten Tourensattel ausgetauscht (der Hintern dankts). Spätestens auf serbischen Dammwegen oder rumänischem Kopfstein- pflaster waren wir übrigens sehr dankbar um die Federgabeln...

Ganz wichtig: vor der Abreise das Fahrrad gut durchchecken und ältere Teile ersetzen! Dank einer guten Wartung (z.B. Tretlager und alte Ketten ausgetauscht, durchgeriebenes Schaltkabel ersetzt), sind wir mit nur einer einzigen Panne durchgekommen und das war auch nur ein platter Vorderreifen!

 

Auch wichtig: ergonomische Griffe oder Lenker! Wer einmal eine längere Tour gefahren ist, kennt die kribbelnden, tauben Finger und die schmerzenden Handgelenke. Am besten sind sicherlich ergonomische Tourenlenker, wo man die Handposition öfters wechseln kann. Wir sind mit ergonomischen Griffen mit bzw. ohne Hörnchen gefahren. 

Gepäcktransport: Gepäckträgertaschen mit 54 bzw. 67 Liter (Tarasp von Veloplus und Olymp von New Look, in Kombination mit einem Stecksystem von Pletscher). Pro Person ein 8 Liter Drybag für Schlafsack etc., mit Gummispannern auf der Tasche befestigt. Lenkertasche mit Klickfix-System, Kartenfach und Regenschutz.

Weitere Ausstattung: kleine LED-Fahrradleuchten, leichtes Spiralschloss, Trinkflaschenhalter und Flasche. 

Für die häufigsten Reparaturen hatten wir die passenden Werkzeuge dabei. Schraub- und Inbusschlüssel, Kettenzange und Kettenschloss für den Fall, dass doch mal die Kette reisst. Leichter als eine handvoll Ersatzschläuche ist auf jeden Fall das gute alte Reifen-Flickset. Am Flughafen in Bukarest mussten wir Pedale und Lenker abmontieren, es empfiehlt sich, es vorher zu proben und das richtige Werkzeug einzupacken. In Bukarest am Flughafen hatten wir uns über eine Stunde abgemüht, einen Ersatz-Schraubenschlüssel aufzutreiben...

Camping

Worauf es bei einer langen Fahrradtour ankommt, mal abgesehen von Land, Leuten und Wetter, ist Gepäck mit wenig Gewicht und geringem Volumen. Wir sind nicht mit einer teuren Hightech-Ausrüstung gestartet, aber mit einfachen, zeitgemässen und daher leichten Campingrequisiten.

Geschlafen haben wir in einem kleinen Zwei-Personenzelt, eher minimalistisch und daher leicht und kompakt. Extra für die Tour haben wir uns aufblasbare Isomatten besorgt, die auch wirklich klein zusammengerollt werden können. Und was die Campingnacht wirklich gemütlich gemacht hat, waren die aufblasbaren Kopfkissen von Exped. Klein packbare, dünne Sommerschlafsäcke waren absolut ausreichend, gegen Ende der Reise sogar zu warm. Für Regen-Fälle hatten wir eine dünne Plastikplane für unters Zelt, damit keine Nässe durch den Zeltboden kriecht.


Ein spezielles und absolut nützliches Gadget war unser faltbares Campinggeschirr von Sea to Summit. Die Tas- sen, Schüsseln und Teller aus Silikon lassen sich flach falten und ineinanderlegen, ein Platzwunder. Dazu einen gewöhnlichen kleinen Campinggaskocher mit Kartusche.

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